Nach einer ziemlich heftigen Thai-Massage, sitzen wir hier
auf der Veranda unseres Rainforest-Bungalows und geniessen den Abend. Aber von
Vorne, wie kommen wir denn zu einer Thai-Massage? Aufgrund des Wetters haben
wir uns nach gut vier Wochen von den Molukken verabschiedet. Leider war es
ziemlich regnerisch, obwohl jetzt eigentlich (gemäss diversen Reiseführern, jedoch
nicht gemäss den „Locals“) die beste Reisezeit wäre. Zusammenfassend ziehen wir
aber ein sehr positives Feedback: sehr offene, freundliche Menschen, tolle
Landschaft und Geschichte und eine wirklich einzigartige und vor allem noch
sehr intakte Unterwasserwelt.
Doch wohin
nun für zwei Wochen (denn danach haben wir unseren Camper in Australien
angemietet)? Nach kurzem Nachdenken, haben wir uns entschieden, die restliche
Zeit in Thailand zu verbringen. Vorteile Thailands: Wetter im Januar ziemlich
stabil, sehr feines Essen, einfach zu bereisen (also auch in 2 Wochen gut
machbar). Nachteil: extrem touristisch und somit wenig abenteuerlich. Mit Air
Asia haben wir uns einen günstigen Flug in die Hauptstadt Thailands gebucht. In
Bangkok angekommen, landeten wir nicht am "normalen" Flughafen,
sondern am Don Muang Airport. Von dort aus konnten wir direkt mit dem Zug nach
Ayutthaya rattern. 3. Klasse Zugfahren in Thailand ist doch ziemlich
komfortabel und preislich unschlagbar (1 Stunde Fahrt für umgerechnet 30
Rappen). Ayutthaya war die frühere Hauptstadt des siamesischen Königreichs und
ist daher vor allem für seine vielen Tempel und die Geschichte Thailands
bekannt. Mit kleinen Schiffchen, dem Velo und zu Fuss haben wir die diversen
Sehenswürdigkeiten erkundet. Tempel (auf Thailändisch "Wat") und auch
Buddhas (gross, klein, liegend, sitzend, stehend etc.) gibt es da in Hülle und
Fülle.
Nach zwei Tagen in Ayutthaya sind wir mit dem Zug noch ein kleines Stück
in den Norden gefahren, um uns die Stadt Lopburi anzuschauen. Lopburi liegt am
gleichnamigen Fluss und ist daher ziemlich reich an Landwirtschaft...
Vielleicht haben sich gerade deshalb eine ganze Menge Affen in dieser Stadt
niedergelassen. Mittlerweile werden die Affen geduldet, da sie ziemlich viele
Touristen anlocken. Die Affen sind wirklich überall, auf den Tempeln, auf
Statuen, auf allen Elektroleitungen, an den Hauswänden und auch auf der Strasse
- dort blockieren sie auch schon mal den Verkehr. Da die Makaken sozusagen am
Alltagsgeschehen teilnehmen, wissen diese auch genau, wie man zum Beispiel eine
Glace isst, wie man ein Säftli trinkt oder wie man einen Kaugummi kaut.
Via Trang ging es auf die Insel "Koh Hai". Gemäss unseren Recherchen sollte dies eine Insel sein, die etwas ruhiger ist als die bekannteren Touri-Inseln Phuket, PhiPhi, Samui und wie sie alle heissen. Von dort aus waren wir am Hausriff, an nahegelegenen Felsformationen sowie auf Koh Ha zum Tauchen. Die Unterwasserwelt Thailands ist sehr schön, doch bemerkt man rasch, dass im Gegensatz zu Indonesien viel weniger Fisch da ist und auch die Korallen in deutlich schlechterem Zustand sind. Trotzdem konnten wir ein paar sehr schöne Tauchgänge geniessen.
Da es in Thailand halt doch sehr viele (Pauschal-)Touristen gibt, versuchten wir ihnen noch ein wenig zu entfliehen und machten uns auf den Weg zum Nationalpark "Khao Sok". Auf halber Strecke mussten wir in "Khao Lak" (leider voll touristisch) noch einen Zwischenstopp einlegen. Von Khao Lak aus starten nämlich die Boote auf die Similan Islands (gemäss National Geografic einer der Top 10 Tauchspots der Welt - das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen). Die Similan Islands sind eine Gruppe aus 9 wunderschönen kleinen Inseln in der Andamanensee. Die Inseln liegen in einem Marine-Nationalpark und sind somit geschützt und nicht bewohnt. Türkisblaues Meer, weisse Sandstrände und tolle Granitsteinformationen sind über Wasser sichtbar. Unter Wasser gibt es jedoch nicht mehr so viele Fische und auch die Korallen sind (aufgrund der Korallenbleiche) nicht mehr so bunt wie sie wahrscheinlich früher mal waren. Zudem wurde bis vor einigen Jahren hier "dynamite fishing" betrieben und auch der Tsunami vor rund 10 Jahren hat so seine Spuren hinterlassen. Unser Fazit der Similan Islands: über Wasser wirklich sehr hübsch, unter Wasser ist leider nicht mehr so viel los. Da war unser Tauchgang am Bonsoon-Wrack (nicht bei den Similan Islands, sondern direkt vor Khao Lak) doch deutlich fischreicher. Die Thais nennen diesen Tauchplatz auch "Fischsuppe". So war es dann auch... Schwärme von Glasfischen, hunderte Skorpionfische, Kugelfische, farbige Muränen und vieles mehr - zwar nur wenig Grosses, aber tonnenweise Kleinfisch gab es zu sehen. Hier noch ein kleiner Zusammenschnitt unserer Thailand-Tauchgänge (im Bild meist nur Nici und die Unterwasserwelt, Nino agierte als Kameramann).
So, und nun sitzen wir wie eingangs erwähnt in einem schönen Bungalow im Khao Sok Nationalpark. Gestern waren wir auf einer Wanderung im Dschungel. Zu sehen gab es viele Insekten, einen schönen Wasserfall und ein paar Affen. Wir mussten relativ schnell feststellen, dass wir für unsere geplanten Aktivitäten in Neuseeland noch gar nicht in Form sind... Ist aber vielleicht auch schwierig zu vergleichen, denn obwohl wir hier ein paar hundert Meter über dem Meeresspiegel sind, ist das Wandern bei 30 Grad und schweisstreibender Luftfeuchtigkeit (ca. 95%) ziemlich anstrengend. Auf einer kleinen Nachtsafari im Dschungel haben wir vor allem "Kleinvieh" angetroffen, unter anderem diese Zeitgenossen:
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen